FC Magriços e.V.
Ein neues Zuhause für den FC Magriços e.V.
- Im ehemaligen Singener „Alemannenkeller“ in der Pfaffenhäule 50 wurde am Freitagabend das neue Vereinsheim des FC Magriços festlich eingeweiht (von rechts): Vorsitzender Jorge Lopes, sein Stellvertreter Silvio Carrico, Wirtin „Dona Elisa“ da Costa Miranda, Schriftführer Antonio Couto, Wirt Jose Oliveira Mendes und António „Toni“ Inácio, Vorsitzender des Centro Portuguës de Singen.
- Foto: Bernhard Grunewald
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Singen. Feierstimmung beim Traditionsverein: Jorge Lopes als erster Vorsitzender des FC Magriços hatte am Freitagnachmittag, 12. Juni, zur Einweihung des neuen Vereinsheims in das einst legendäre Restaurant und Tanzlokal „Alemannenkeller“ in der Pfaffenhäule 50 eingeladen. Im Beisein vieler Mitglieder, Freunde und Gäste konnte er das neue Domizil im Rahmen einer Einweihungsfeier eröffnen.
Eingangs blickte Silvio Carrico als zweiter Vorsitzender auf eine sehr wechselvolle Geschichte des bereits am 14.Oktober 1973 gegründeten Fussballvereins zurück: Einstmals in die Bezirksliga aufgestiegen und 21 Jahre lang im Haselbusch 14 zuhause, „dem größten Portugiesischem Vereinsheim in Deutschland“, musste der Verein im Juni 2020 aufgrund erheblicher finanzieller Schwierigkeiten Insolvenz anmelden. „Wir haben den Glauben an den Verein aber nie verloren“, so Carrico. Immerhin musste das geliebte und beliebte Vereinsheim verkauft werden, um Grundschulden und finanzielle Verbindlichkeiten abzulösen.
Mit Hilfe des weitsichtigen Insolvenzverwalters gelang nach der Einstellung des Verfahrens im Dezember 2023 der mühevolle Start zu einem Neuanfang, der nun zu einer bemerkenswerten Rückkehr in das Singener Sport- und Vereinsleben geführt hat: Gemeinsam mit dem 1970 gegründeten Verein Centro Português de Singen wird der FC Magriços künftig eine Spielergemeinschaft unter dem neuen Namen „SG Centro-Magriços“ bilden und damit in die Saison 2026/27 starten. Carrico dankte dem anwesenden Centro-Vorstand um António „Toni“ Inácio, Leonel Almeida und Jorge Santos ausdrücklich für dessen vertrauensvolle Kooperation und würdigte insbesondere Georg Dittmer, José Gomes und Alex Vaz für ihre unbezahlbare Unterstützung in dieser Zeit.
Jörg Zimmermann, Abteilungsleiter beim Sportamt Singen, überbrachte Grüße und Glückwünsche der Stadt für die Fortschreibung der Magriços-Geschichte in neuen Räumen und hofft, „dass es sportlich wieder vorangeht, Schritt für Schritt“. Mit Elisa Da Costa Miranda, deren nicht nur bei Landsleuten beliebtes Restaurant „Tasca de Elisa“ in der Stockholzstrasse im Januar 2026 bei einem Großbrand ein vollständiger Raub der Flammen wurde, zieht nun eine bekannte Singener Institution in die Küche des neuen Magriços-Vereinszentrum ein.
Entlang einer typischen und traditionellen Speisekarte besteht nun Hoffnung auf regen Publikumszuspruch im freundlich-anheimelnden Ambiente des Lokals, auch über den Verein mit seinen 113 Mitgliedern hinaus. Carrico abschliessend: „Der FC wird in Zukunft als ehrlicher, zuverlässiger und erfolgreicher Verein agieren.“
Autor:Bernhard Grunewald aus Singen |