AWO und die Singener Tafel stellen Programm vor
Singen bekommt ein neues Festival in der Innenstadt

Die Veranstalter des Festivals für Demokratie und Vielfalt wollen mit dem Programm viele Besucher überzeugen, um das Festival zukünftig fest im Singener Veranstaltungskalender unterzubringen. Von Links: Udo Engelhardt, Regina Brütsch, Marcel Da Rin und Maxi Fetsch. | Foto: Sebastian Ridder
  • Die Veranstalter des Festivals für Demokratie und Vielfalt wollen mit dem Programm viele Besucher überzeugen, um das Festival zukünftig fest im Singener Veranstaltungskalender unterzubringen. Von Links: Udo Engelhardt, Regina Brütsch, Marcel Da Rin und Maxi Fetsch.
  • Foto: Sebastian Ridder
  • hochgeladen von Sebastian Ridder

Singen. Die Premiere ist ein Sprung ins kalte Wasser. Denn Feste gab es bereits auf dem Heinrich-Weber-Platz, doch ein Festival noch nicht. Die Liga der freien Wohlfahrtspflege veranstalten nämlich das Festival für Demokratie und Vielfalt am 26. August eben dort. Durch enorme Resonanz von Künstler, Vereinen und Partnern auf die Idee, sei laut dem ersten Vorsitzenden der Singener Tafel, Udo Engelhardt, ein breites Programm entstanden. Sogar ein ehemaliger Fernsehschauspieler tritt auf. 

Rund 20 Partner mit Programm für rund 300 Besucher

Udo Engelhardt hat es satt. Nicht den Singener Veranstaltungskalender, sondern, dass Feste und Aktionen häufig in einer negativen Konnotation - also gegen etwas - stehen. Deshalb überlegte er sich im März ein Festival für Vielfalt in der Stadt Singen ins Leben zu rufen. Die Veranstaltung soll unter dem Motto "Singen - gemeinsam BUNT" die Vielfältigkeit und Zusammengehörigkeit in Singen gefeiert werden, indem Minderheitengruppen, diskriminierte oder auch im Alltag übersehene Gruppen zum Unterhaltungsprogramm beitragen. Die Idee stoß laut Engelhardt auf viel Resonanz: "Da war sofort eine große Runde." Engelhardt betont aber, dass jeder, jede und darüber hinaus bei der Veranstaltung willkommen ist: "Leute die nicht betroffen sind oder einen Rucksack tragen, gehören genauso dazu."

Rund 20 Partner schlossen sich der Idee an und gestalten das kommende Festival mit. Die Veranstalter können so nun über vier Stunden Programm bei freiem Eintritt anbieten. Auf einer Bühne wird unter anderem Rezzo mit Alternativ Rock, die inklusive Tanzgruppe Together One, Theater oder der gambische Musiker Sarja Badje zwischen 11 und 15 Uhr auftreten. Während des Bühnenprogramms wird das Verquer-Maskentheater aus dem Hegau für lustige Interaktionen mit Besuchern des Fests sorgen. Darüber hinaus wird es neun Mitmach- und Aktionsstände auf dem Heinrich-Weber Platz geben. Die Tafel Singen, der Hegauer Kulturverein und der Verein Kinderchancen wird dazu Waffeln, Pommes und Würste sowie türkische Spezialitäten gegen Spenden anbieten. Der Erlös der Veranstaltung geht an die Programmgruppen und die Singener Tafel.

Besonderer Act am Abend

Durch das Programm wird der Moderator, Michael Fleiner, führen. Neben ihm wird auch der Kölner Schauspieler und Kabarettist, Fatih Cevikkollu auftreten. Der Schauspieler, der durch die Fernsehserie Alles Atze berühmt wurde, wird während des Hauptprogramms einen Vorgeschmack auf seinen Auftritt zu dem Thema "KI - Kritische Intelligenz" um 19 Uhr in der Basilika Singen geben.  Die Abendveranstaltung gehört auch zu dem Festival und findet ebenso bei freiem Eintritt statt. 

Engelhardt wird neben vielen weiteren Partnern von dem AWO-Kreisverband, der Teestube Singen, dem Bündnis Demokratwiel, der Singener Kriminalprävention oder auch der Diakonie unterstützt. Die Veranstalter erwarten laut Engelhardt rund 200 bis 300 Gäste. Der Vorsitzende der Tafel Singen sei froh mit dem Programm ein breites Spektrum an Gruppen einbeziehen zu können. Das sei laut der Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbands, Regina Brütsch, nicht immer einfach gewesen. Beispielsweise konnten die Veranstalter keine queeren Akteure für das Programm finden, doch immerhin konnte man die Kontaktstelle Queeres Leben für die Aktionsstände gewinnen. "Da sind wir froh darüber, Vertreter zu haben", so Brütsch. 

Bald fester Bestandteil des Jahreskalenders? 

Die Organisation des Festivals komme laut Maxi Fetsch, Geschäftsführerin des Schloss Blumenfeld und Teil des Bündnisses Demokratwiel, auch den einzelnen Partnern und Organisationen zugute, da eine Veranstaltung mit einer Organisation viel belastender sei. Zudem sei für sie der Heinrich-Weber-Platz der perfekte Ort für die Veranstaltung, da sie die Platz bisher so erlebt habe, dass ein buntes Spektrum aus verschiedenen Gruppen dort zusammenkomme. Wie Engelhardt erklärt sei sogar geplant das Festival regelmäßig in Singen zu veranstalten. Das sei aber letztlich von der Resonanz der Besucher abhängig.

Autor:

Sebastian Ridder aus Konstanz

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.