Starkes Heimspiel reicht gegen Pforzheim nicht aus
Der Türkische SV Singen muss die erste Saisonniederlage hinnehmen
- Auch nach dem Spiel gab es für die TSV-Akteure noch ordentlich Redebedarf beim Unparteiischen aufgrund einiger strittiger Entscheidungen.
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Singen. Mit einer knappen 0:1 Heimniederlage gegen den 1. CfR Pforzheim ging der Türkische SV Singen (TSV) aus dem dritten Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg. Dabei offenbarte die Mannschaft wieder einmal eine offensichtliche Schwäche im eigenen Spiel.
Gerade in der ersten Halbzeit kontrollierten die Spieler von Trainer Slobodan "Bobo" Maglov die Partie, ließen den Gästen defensiv so gut wie keine Chance. Wie schon in den ersten beiden Saisonspielen hatte die Heimelf wieder unzählige 100-Prozentige, die aber egal ob durch Benjamin Serifoski (14.), Gani Hamdushi (22.), Neuzugang Didi Ndombe (26./27.) oder auch komplett freistehend durch Sturmspitze Ege Öztürk (37.) nicht genutzt wurden. "Da fehlt es den Jungs noch viel an Selbstvertrauen", erklärte Maglov nach dem Spiel. "Daran müssen wir dringend arbeiten."
Unaufmerksamkeit entscheidet das Spiel
Dieses Bild setzte sich in der zweiten Halbzeit nicht mehr so konsequent fort, auch weil die Pforzheimer sich durch Enrique Katsiana-Sanchez (48. und 64.) zwei Hochkaräter herausspielen konnte und die Gastgeber immer weniger Zweikämpfe für sich entscheiden konnten. Gerade defensiv bekam der TSV trotz eigener Chancen und einem an diesem Tag stark aufspielenden Alexandru Török einige Probleme. "Wir haben vor allem nach unseren Auswechslungen qualitativ etwas nachgelassen", gestand Bobo Maglov. Entschieden wurde die Partie durch eine kleine Unaufmerksamkeit, als den Gästen in der 74. Spielminute auf der rechten Seite einmal zu viel Platz gelassen wurde und der eingewechselte Emre Yalcin unbedrängt den Ball an TSV-Keeper Dominik Hozlinger vorbei in die Maschen schoss.
Spielerisch starke Leistung
"Wenn du so viele Chancen hast, müssen die Jungs diese auch machen und bekommen dann noch mehr Spaß am Spiel. "So stehen wir nun ohne Punkte nach dem Heimspiel da", attestierte Maglov, der rein spielerisch seiner Mannschaft jedoch keinen Vorwurf machte. Einer seiner Mannen, der in diesem Spiel ebenfalls eine starke Leistung abrief, war Didi Ndombe, dem jedoch bei vielen seiner Offensivaktionen noch die Durchschlagskraft fehlte. "Er ist ein wahsinnig schneller Spieler, der aber auch noch viel lernen muss in den nächsten Wochen", so Maglov. "Er wird uns mit seinen Fähigkeiten noch weiterbringen", ist sich der TSV-Coach sicher.
Klarer Platzverweis verwehrt
Zwei Wehrmutstropfen musste "Bobo" Maglov dann in dieser Partie trotz starker Leistung hinnehmen. Zum einen, dass Abwehrchef Gani Hamdushi kurz vor Schluss noch nach Meckern mit gelb-rot vom Platz flog. "Vermutlich werde ich dann Dominik Almeida in die Innenverteidigung ziehen, das ist aber noch nicht sicher", sagte der TSV-Trainer. Zum anderen aber auch, dass ihm zufolge Schiedsrichter Niklas Pfau, der das Spiel durch einige strittige Entscheidungen beeinflusste, nach einem klaren Foulspiel von Niklas Koroll, der mit offener Sohle Atakan Koyuncuoglu weggrätschte (40.), diesen nur mit einer gelben Karte verschonte. "Das ist ein ganz klarer Platzverweis", ärgerte sich Maglov nach der Partie. "Trotz allem haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht", lobte der Trainer seine Spieler, die trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Ausnahmespieler Samet Yilmaz, der dem Verein zufolge womöglich aufgrund eines im Training erlittenen Meniskusschadens fehlte, eine engagierte und offensiv starke Leistung auf den Platz brachten.
Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt diem TSV nicht, so muss die Mannschaft von "Bobo" Maglov schon direkt am kommenden Mittwoch, 26. August, um 19 Uhr wieder im SBFV Rothaus-Pokal beim FV 08 Villingen ran. Das nächste Ligaspiel steht für das Team, das nach dieser Partie mit vier Punkten auf Platz acht abrutschte, am kommenden Sonntag, 30. August um 15 Uhr bei der Reserve des Karlsruher SC ins Haus.
Autor:Philipp Findling aus Singen |