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Bagger für Cano und Bahnhofsplatz rollen an

Cano Bau Bahnhofsvorplatz
Vor der gesperrten Thurgauerstraße Stadtverwaltung Singen und Mitarbeiter von ECE freuen sich auf den Bau des Cano und die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes (v.l.): Lennart Sirak, Georg Majstrak, Mark Apelt, OB Bernd Häusler, Marcus Janko, Christian Gößling, Uwe Kopf und Adam Rosol. swb-Bild: stm

Schwerer Abriss ab Mitte August / Einbahnstraße ab Herbst geplant

Singen. Die Mieter sind inzwischen aus dem Holzerbau und etwa auch aus den Gebäuden in der Hegaustraße ausgezogen, womit ECE nach dem Kauf aller Grundstücke nun die Schlüsselhoheit hat, sodass nun die Bauarbeiten für das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum »Cano« beginnen können, kündigte Projektleiter Marcus Janko in den Räumen von Singen Aktiv am Montag gegenüber der Presse an. Ebenfalls ausführlich werden von der ECE-Mannschaft und der Stadt Singen die Händler und die Anwohner über die künftigen Maßnahmen am Montag informiert. Da der Bahnhofsvorplatz bekanntlich zeitgleich umgebaut wird, stellt dies auch in Sachen Koordination in der belebten Innenstadt eine große Herausforderung dar, ergänzte OB Bernd Häusler. Dank begleitender Maßnahmen sollen beide Projekte möglichst zeitnah abgeschlossen werden. Über mögliche Mieter gab Janko beim Pressegespräch keine Auskunft.  

 

Wie der Projektleiter Bau von ECE, Mark Apelt, betonte, werde nach einer langen Vorbereitungsphase in dieser Woche der Bauzaun errichtet. In der Hegaustraße würde das Containerdorf für den zweieinhalbjährigen Bau eingerichtet. Halteverbotszonen seien hierfür schon eingerichtet. Nächste Woche sollen planmäßig die Entkernung und der Abbruch zunächst der Gebäude im östlichen Bauabschnitt beginnen. Schon am 23. Juli ist dann der Beginn des etwas kniffligeren Rückbaus des Hotel Victorias vorgesehen. Für Mitte August ist der Start der großen oberirdischen Abbruchmaßnahmen am Holzerbau terminiert. Rohbauarbeiten beginnen im November mit bis zu 150 Mitarbeitern. Eröffnung des 160 Millionen Euro teuren Vorhabens mit etwa 16.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist für Herbst 2020 vorgesehen. 

 

Das »Abknabbern« der bestehenden Gebäude erfolge dabei stets von außen nach innen auf dem Projektareal. Grundsätzlich würden diese dank modernster Abbruchgeräte, mit denen Staub »niedergeschlagen« werde, mit so wenig Beeinträchtigungen für die Anwohner wie möglich durchgeführt, erklärte Sven-Cristoph Jung vom Generalabrissunternehmen. Das Abbruchmaterial werde zu größten Teilen wiederverwendet, so Jung weiter, der Kies beispielsweise zu einem Kieswerk gebracht. Etwa fünf bis zehn LKWs würden in der Stunde die Baustelle verlassen, ergänzte Projektleiter Apelt.  

 

Der provisorische Bussteig am Bahnhofsvorplatz werde nächste Woche asphaltiert, erklärte Uwe Kopf, Leiter Straßenbau. Die acht Stadtbuslinien könnten während der gut zweijährigen Bauphase hier abgewickelt werden. Reisende sollten auf die geänderte Linienführung achten. Haltestellen für die drei Regionalbuslinien werden dann  bei Maggi sein. Nach einer dreimonatigen Probephase könnte nachgebessert werden. Ab Herbst wird zudem die Bahnhofsstraße von Alpenstraße bis Erzbergerstraße Einbahnstraße, weist Kopf auf Beeinträchtigungen für den Autoverkehr hin. Im Baustellenverkehr wird dann noch Tempo 20 km/h erlaubt sein.

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr