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Blick die Glaskugel der Mobilität von Morgen

Business Talk
Rainer Leenen von Südstern Bölle wagte beim Business Talk von Singen aktiv einen Blick in die "Glaskugel" der Mobilität von Morgen. swb-Bild: of

"Business Talk" von Singen aktiv bei Südstern Bölle

Singen. Traditionell hat das Singener Standortmarketing "Singen aktiv" seine Sommerpause mit dem "Business Talk" beendet, dieses Mal zum Thema Mobilität und Zukunft im Autohaus Südstern Bölle, denn das Thema hat es aus vielen Blickwinkeln derzeit mächtig in sich. Rund 50 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und konnten manch spannenden Kommentar an diesem Abend erleben.

Standortleiter Oliver Ley informierte darüber, dass man zum Thema Mobilität dieses Jahr immerhin den 100. Geburtstag des Unternehmens feiere. Seit 1295 sei "Bölle Vollmer", die später mit der "Südstern"-Gruppe fusionierten, zudem mit der Marke Mercedes verbunden und am Standort Singen mit fast 1.400 verkauften Neu- und Gebrauchtfahrzeugen ein echter Platzhirsch. Rainer Leenen, der Leiter des PKW-Verkaufs für die Guppe, fügte dem hinzu, dass man im Ranking der Händler mit der Gruppe auf Platz acht liege - und vor einer recht spannenden Entwicklung, die er freilich noch als "Blick in die Glaskugel" sieht.

Immerhin: das Unternehmen sei die ganzen 100 Jahre immer auf Autos mit Verbrennungsmotor ausgerichtet gewesen, die stärkste wirtschaftliche Basis sei immer der Service und die Reparatur gewesen. Ein Markt mit Elektromobilität freilich werde die wirtschaftliche Grundlage kleiner machen. Leenen machte keinen Hehl daraus, dass er darin auch nur einen Übergangstechnologie sieht. Denn ökologischer sei es nicht, wenn man erst mal 50.000 Kilometer brauche, um auf Gleichstand mit einem Dieselmotor zu kommen, man fahre dazu noch viele hundert Kilo Batterien spazieren und er wolle sich nicht die Tage des Urlaubsreise-Verkehrs vorstellen, wenn die Fahrzeuge ewig stehen müssten um dann ewig lang an einer Stromtankstelle aufgeladen zu werden. Die Elektromobile taugen seiner Meinung nach nur die die Stadt, für den Verkehr über Land sieht er nun eine Lösung: Brennstoffzelle als PlugIn. Es werde gebe in den Windparks in Norddeutschland so viele Überkapazitäten, dass man den Wasserstoff dafür in riesigen Mengen produzieren könne.

Freilich, seine Hausmarke Mercedes sieht auch das Thema E-Mobilität erst mal nur als Erweiterung: mit dem "Q"-Label werde es nach und nach zu jedem Modell, dass es auch als Benziner oder Diesel gebe, eine E-Variante geben. Da solle der Kunde nach wie vor wählen können, was für ihn das Beste sei. Die Forderung an die Autobauer bis 2020 mit der Flotte auf einen CO2-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer zu kommen, sieht er noch als Damoklesschwert an.

Auch Dr. Gerd Springe als Präsident von "Singen aktiv" sieht die Gesellschaft zum Thema Mobilität vor vielen Veränderungen. In der ganzen Diskussion sei es wichtig, sich an Fakten zu orientieren - und dass das Land in Sachen Technologie seinen Vorsprung behalte.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler