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Burgfest könnte 2020 nachgeholt werden

Hohentwiel Burgfest
Das Tor zur Festungsruine am Hohentwiel bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen - es öffnet sich auch nicht zum Burgfest am 20. und 21. Juli, das 2019 deshalb abgesagt werden muss. swb-Bild: stm

Konkrete Planungen für zweitägiges Fest in Vorbereitung

Singen. Das Tor von Deutschlands größter Festungsruine ist geschlossen. Ein kleiner weißer Zettel informiert die Besucher des Hohentwiels, dass die Burgruine wegen Steinschlag weiterhin geschlossen bleibt. Die Gefahrenlage durch lockeres Gestein, welches sich lösen kann, besteht weiterhin. Das geplante zweitägige Burgfest am 20. und 21. Juli muss aus Sicherheitsbedenken deshalb abgesagt werden, hieß es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Singen.

»Wir bedauern die Absage zu tiefst - wollen und können aber die Besucher keiner Gefahr aussetzen«, erklärt der Leiter von Kultur und Tourismus Singen (KTS), Roland Frank, im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Aus Gründen der Sicherheit hat die zuständige Landesstelle Vermögen und Bau Baden-Württemberg die Genehmigung zur Nutzung der Burgruine nicht erteilt. Das Burgfestjubiläum findet 2019 im 50. Jahr der Eingemeindung des Hohentwiels deshalb nicht statt.

Zu Anfang seien die Einschätzungen positiver gewesen, erklärt Frank. Doch eine Fachfirma hatte die betroffene Felswand in der vergangenen Woche untersucht. Dabei wurde auch lockeres Gesteinsmaterial lokalisiert und abgetragen, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Dennoch sei nach Einschätzung der Spezialisten eine Freigabe der Burgruine zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu empfehlen. Nach Aussage der Landesstelle Vermögen und Bau arbeite man mit hoher Priorität daran, die Ruine wieder sicher zu machen.

Einen konkreten Zeitplan gibt es aber bisher offensichtlich nicht. Sicher ist allerdings für das jetzt abgesagte Burgfest reicht die Zeit nicht mehr aus.

Wie der Leiter der KTS mitteilt, musste aus organisatorischen Gründen eine Deadline auf Anfang Juni gesetzt werden, um eine Entscheidung herbeizuführen.

In den letzten Wochen sei viel über Alternativen nachgedacht worden, gibt Frank Einblick. Doch eine abgespeckte Lösung – beispielsweise an der Karlsbastion – sei unrealistisch, bedauert er. Auf Nachfrage deutet Frank aber eine Verschiebung des zweitägigen Burgfestes mit dem aktuellen Programm – soweit dies natürlich möglich ist – ins Jahr 2020 an. Dies habe man von Seiten der Verwaltung mit Oberbürgermeister Bernd Häusler und der Leiterin des Fachbereichs Kultur, Catharina Scheufele, besprochen und werde dies dem Gemeinderat vorschlagen, so Frank.

Übrigens: Käufer von Tickets für das Burgfest 2019 können diese an den Vorverkaufsstellen wieder zurückgeben.

Trotz Burgfest-Absage werden die vier Konzertabende des Hohentwielfestivals Singen 2019 wie geplant stattfinden, teilte der Konzertveranstalter Vaddi am Freitag mit.

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr