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Kirchen wirken voller mit Corona-Abstand

Herz Jesu
Herz Jesu Symbolbild

Gutes Gefühl in der Seelsorgeeinheit Singen nach zwei Wochen "Comeback"

Singen. Den zweiten Sonntag mit „Präsenzgottesdienst“ haben die Kirchenbesucher inzwischen erleben können. Die Bange Frage nach acht Wochen Kontaktverbot, dem Aufruf daheim zu feiern in Hausgemeinschaft, Online-Gottesdiensten oder Impulsandachten in sozialen Netzwerken war die Große Sorge, wer danach den Weg zurückfindet in die Kirchen.

In der katholischen Seelsorgeeinheit Singen herrscht Zuversicht, auch wenn die Auflagen immer wieder spürbar sind. „Wir müssen uns derzeit auf die großen Kirchen Herz Jesu, Liebrauen und St. Elisabeth konzentrieren, in die rund 100 bis 150 Personen passen, sagt der Leiter der Seelsorgeeinheit, Pfarrer Dr. Jörg Lichtenberg auf Nachfrage des Wochenblatt. Die Stadtkirche Peter & Paul würde zum Beispiel nach den Vorgaben des katholischen Erzbistums, die zwei Meter Abstand zwischen den Personen fordern, nur 40 Personen zulässig. „Eigentlich wirkte die Kirche durch die Abstandsregelung sogar voller“, so Dr. Jörg Lichtenberg der im positiven Sinn mehr jüngere Menschen in den Gottesdienst erlebte, auf der anderen Seite aber auch weniger ältere Personen, die aber als Risikogruppe derzeit eher vorsichtiger seien“, vermutet Lichtenberg. Immerhin wird ja in den katholischen Kirchen das Abendmahl (Eucharistie) gefeiert mit großen Hygienischen Aufwand. Dafür werden den Teilnehmern die Hände von Helfern vorab desinfiziert, die Hostie wird durch eine Plexiglasscheibe gereicht. Auch in den katholischen Kirchen muss erst noch auf Gesang verzichtet werden

Bei Besucherzahlen um die 100 Personen kann man sogar schon wieder an kleinere Konzerte denken. Schon jetzt für Christi Himmelfahrt wolle man das schon mal wagen und dann auch wieder an Fronleichnam, zumal an diesem Tag keine der üblichen Prozessionen stattfinden kann.


Wochenblatt @: Oliver Fiedler