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Lachendes und weinendes Auge zum Conti-Abriss

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Conti Abriss
Das "Conti" beim Beginn der Abrissarbeiten im September. swb-Bild: of/Archiv

Ernst Herz verweist in Leserbrief auf Umweltsünde

Singen. Zum stockenden Abriss des Conti wird uns geschrieben:
»Mit einem lachenden und weinenden Auge verfolge ich die Veröffentlichung über den Abriss der zweiten Burg der Stadt Singen. Außer dem Hohentwiel gibt es eine weitere Burg, die »Trotzburg Conti«. Als Baumeister -HERZBAU- Eigeltingen erstellte ich mit einem patentierten Mantelbetonsystem mit reinen Naturstoffen, ohne Asbest 1967 (das war unser Oberbürgermeister ein Jahr alt) diese »nackte Schönheit«, so die Aussage von Horst Frommherz. Diesem Lesebrief kann ich in seiner Ganzheit zur zustimmen und den darin enthaltenen Appell an die Verantwortlichen der Stadt Singen wärmstens ans Herz legen.

Die bisherigen Erwerbskosten und die Entfernung des asbestbelasteten Außenfassade spielen keine Rolle mehr. Aber für eine Gesamtkalkulation sind die Rohbaukosten mit 40-50 Prozent richtig angesetzt. Mit Einsparung und Abrisskosten (man redet von einer Million Euro) wären dies ein wesentlicher Teil der Ausbaukosten, und die Stadt Singen hätte fast kostenfrei, weiteren »Bezahlbaren Wohnraum«!
Hierzu kommt, dass beim Abriss wesentliche Umweltbelastungen anfallen. (Energie, Verkehr, Nachbar, teure Entsorgung durch die vorgeschriebenen Trennung des Materials.) So würde in Singen eine Umweltsünde finanziert! Das wäre doch ein Thema nicht nur für unsere Grünen im Gemeinderat.
Deshalb die innige Bitte an die Stadtverantwortlichen. Machen Sie den Abriss rückgängig und mit einer vernünftigen Entscheidung ein Weihnachtsgeschenk an die Stadt, die Umwelt und die Menschen, die dringend bezahlbaren Wohnraum suchen. Durch die Rücknahme eines Beschlusses vergibt man sich nichts, wenn neuere Erkenntnisse vorliegen. Dadurch zeigt man Größe und Stärke.«
Ernst Herz, Singen

Wochenblatt @: Oliver Fiedler

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