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Langer Anlauf für einen großen Wurf

Wehrdtstraße
Ein ganzes Quartier wird voraussichtlich schon ab kommendem Jahr auf dem Grundstück Wehrdtstraße durch die Baugenossenschaft Oberzellerhau realisiert. Die Pläne wurden letzten Mittwoch im Singener Ausschuss für Stadtplanung und Bauen vorgestellt. swb-Graphik: BGO

Fast 100 Mietwohnungen und Discounter in neuem Quartier an der Wehrdstraße

Singen. Schon in den Zeiten der einstigen GVV rückte das brachliegende Grundstück an der Wehrdstraße unterhalb des Hegau-Towers immer wieder in den Fokus. Nun kommt endlich ein Knopf dran. In der Kooperation zwischen GVV-Übernehmer OSWA und der Singener Baugenossenschaft soll bald ein großes Projekt begonnen werden.

Seit vielen Jahren wird die Schotterfläche nur als Parkplatz genutzt, Anläufe zur neuen Nutzung gab es viele. Am letzten Mittwoch wurde nun im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen die ganz Große Lösung vorgestellt. Wie schon mehrfach erprobt tritt hier die Singener Baugenossenschaft Oberzellerhau (BGO) als Umsetzer für das Unternehmen OSWA ein, das einst Großteile der GVV übernommen hatte und nun Stück für Stück Projekte daraus macht.

Rund 30 Millionen Euro werde die Baugenossenschaft hier investieren für knapp 100 Wohnungen in vier Gebäuden mit Tief- und Hochgarage wie einem Lebensmittelmarkt mit 1.200 Quadratmetern, sagte BGO Geschäftsführer Thomas Feneberg im Ausschuss. Das Grundstück wird damit freilich maximal ausgenutzt. Ganz unten gibt es eine Tiefgarage für einen Discounter, über dem Discounter dann eine Hochgarage für die Bewohner der Gebäude darüber, die freilich dann auf dem Dach eine parkähnliche Situation vorfinden, denn dort sollen die geplanten Bäume mit ihren Wurzeln wiederum durch das darunterliegende Parkdeck sich ausbreiten dürfen, wie durch die Planer und Vertreter der Singener Baubehörden präsentiert wurde. 

Das Bauvorhaben wurde in vielen Punkten untersucht, auch die Verkehrserschließung musste angesichts weiterer dort geplanter Bauvorhaben wie Hotel, Bürohaus, Parkhaus genau unter die Lupe genommen werden. Denn als Zufahrt gehe dort nur die Kreuzung von Rielasinger- und Julius-Bührer-Straße, die Wehrdstraße selbst wäre viel zu schwach.

 

Wie Thomas Feneberg in der Sitzung die Räte weiter informierte, muss aus technischen Gründen von hinten nach vorne gebaut werden, zur Rielasinger Straße hin schließt das Quartier dann mit fünf Stockwerken ab. 

Alle Details werden in einem städtebaulichen Vertrag mit der Stadt Singen geregelt, der final noch im Gemeinderat am 6. Oktober zur Abstimmung steht. Die zustimmenden Kommentare im Ausschuss für das Projekt sind freilich schon ein starkes Signal gewesen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler

Stichworte:
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