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Museumsnacht klappt auch mit G3 richtig gut

Museumsnacht
Die SchülerInnen des KB Mode aus Radolfzell bei ihrem Auftritt hinter der Singener Stadthalle unter freiem Himmel unter dem Titel Marktgeschrei. swb-Bild: of

Viele Menschen machten sich am Samstag auf den Weg zur Kultur

Singen/ Schaffhausen. Die Vorbedingungen waren eine Herausforderung, denn das brauchte es viel Mut, um einen Großanlass wie die Museumsnacht auf den Weg zu bringen. Doch es hat sich gelohnt. Am Samstag machten sich tausende Menschen auf den Weg, um Kultur in ganzer Vielfalt im Hegau und in der benachtbarten Schweiz zu erleben.

Und zu erleben gab es wirklich eine ganze Menge. Manches kam sogar noch recht kurzfristik dazu, wie das "Marktgeschrei" des BK Mode aus dem BSZ-Radolfzell, die ganz viel Applaus für ühre Show unter freiem Himmel mit dem aufgehenden Mond auf der Treppe des Stadthalle einheimsen konnten. Und auch wenn das Museum auf Rädern in diesem Jahr auf Beifahrer verzichten musste, konnte aus dem Auftritt der Oldtimer durch zwei Fahrten mit Vorstellung durch die August-Ruf-Straße eine richtig gute Show daraus gemacht werden, die viel Publikum anzog.

Geduldig standen die Besucher vor mancher Innenveranstaltung Schlange, denn ohne "G3" und Kontaktverfolgung ging das angesichts der aktuellen Corona-Verordnungen nichts - aber es wurde mit Humor und freudiger Erwartung hingenommen. Vor dem Singener Kunstmuseum, vor dem Rathaus oder Hegaumuseum machten die Schlangen auch deutlich, dass viele Menschen hier dabei sein wollten um endlich mal wieder relativ unbeschwert Kultur erleben zu können. So freuten sich auch die "Singener Maler" noch einmal über einen recht großen Zuspruch zu ihrem aktuellen Doppel im Stadtgarten und Bürgersaal. Die Ausstellung musste wegen anstehender Ratsitzungen im selben Raum vorgezogen werden und feierte nun die Finissage zur Museumnacht. Der neue Modus könnte bleiben, ist aus den Reihen der KünstlerInnen zu hören, denn der Besucherstrom zu Finale war richtig gut. Einen besonderen Ansturm erlebte auch Antonio Zecca für seine beiden angekündigten Performances im finsteren Museumsgarten, nur in Schwarzlicht gehüllt, dafür mit einem Flammenspiel durch den Künstler.

Eigentlich ist die Museumsnacht ja zum Austausch gedacht, doch alleine in Singen wurde ein absolut Abendfüllendes Programm geboten. Doch auch die Nachbarn hatten manches Juwel zu bieten. Zum beistiel die "Rhyality" im Neuhauser SIG-Areal, bei der in einem 360-Grad-Kinoraum Devon Miles und sein Gast "Gregoa" aus Berlin mit der Lyrikerin Johanna Schwedes gewaltige Lichtinszenierungen inszenierten, in denen die Besucher schwebten, zuweilen ganz im Wasser des Rheinfalls. Das Spektakel war aufgrund finsterer Nacht und schwarzer Beschilderung freilich nur für Geübte zu finden.

Mehr Bilder vom Abend gibt es in unserer Bildergalerie.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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