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»Schwarze« Jahresgabe beim Kunstverein

Kunstverein Veser Schwarz
Die Vorsitzende des Kunstverein Singens, Ulrike Veser (links), bei der Präsentation der Jahresgabe des Kunstvereins. Christoph Bauer (Mitte) hält das Dipytchon, neben ihm zeigt der Fotokünstler Florian Schwarz (rechts) das Einzelblatt. swb-Bild: Elisabeth Fischer

Beachtliche Rückschau auf Exkursionen und »Stadt Berg Fluss« im Kunstmuseum

Singen. Unter Coronabedingungen fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Kunstvereins Singen im Kunstmuseum mit Abstand statt.  Vorsitzende Ulrike Veser konnte den Anwesenden über viele Aktivitäten des Jahres 2019 berichten. Die Kunsthalle Mannheim beeindruckte anlässlich der Kunstfahrt im Februar mit ihrer Sammlung, der Führung durch die Ausstellung „Offen“, und die lichtdurchflutete Architektur des Neubaus. Im März ergänzte der Vortrag von Kunsthistoriker Dr. Andreas Gabelmann über „Erich Heckels Jahre am Bodensee“ die Tagesordnung der Mitgliederversammlung und im April wurde die Ausstellung „SingenKunst 2019 Stadt Berg Fluss“ mit den Arbeiten von 21 Künstlern und Künstlerinnen aus dem gesamten Bodenseeraum (D, A, CH) mit zahlreichen Kunstfreunden eröffnet.

Den Kuratoren Helena Vayhinger, Jürgen Knubben (Forum Rottweil), Christoph Bauer (Kunstmuseum Singen) und Ulrike Veser war es gelungen, hier eine vielbeachtete Ausstellung zusammenzustellen. Das Ausstellungsthema „Stadt Berg Fluss“ stellte auch die Grundlage einer Mitmachaktion für ein Gemeinschaftswerk anlässlich des Internationalen Museumstages im Mai dar, in der die Besucher Ihre Gedanken zum Thema in Text und Bild mitteilen konnten.

Ein Atelierbesuch beim Bildhauer Herbert Stehle in Heiligenberg machte mit seiner Arbeitsweise und seiner Auseinandersetzung mit dem Thema „Haus“ bekannt. Im September führte eine weitere Kunstausfahrt in das Sitterwerk bei St. Gallen, einer international bekannten Kunstgießerei, einem Ort der Begegnung und einer Kunstbibliothek mit über 30 000 Büchern, die mittels eines ausgeklügelten Systems bedarfsgerecht organisiert werden.

Der Vortrag von Dr. Anna Vieth, Kuratorin am Kunstmuseum Stuttgart, zu Arbeiten von Otto Dix schloss die Veranstaltungsreihe des Kunstvereins im vergangenen Jahr ab.

Schatzmeisterin Martina Fahr-Rackow berichtete von einem zufriedenstellenden Kassenbestand. Dem Entlastungsantrag von Dr. Thomas Ehret wurde einstimmig zugestimmt.

Höhepunkt des Abends war die Präsentation der Jahresgabe des Kunstvereins, drei Fotoarbeiten wurden unter Anwesenheit des Fotokünstlers Florian Schwarz vorgestellt. Alle Arbeiten, Einzelblatt und Dipytchon, stammen aus dem Projekt eines gigantischen astronomischen Forschungsvorhaben zu Sternwarten in aller Welt, das Florian Schwarz in den vergangenen vier Jahren aus der künstlerischen Perspektive begleitete. Er verbindet den Blick in die unendlichen Weiten des Weltalls mit dem Nahblick auf jene Menschen, die in den entlegenen Gegenden all dieser Observatorien leben. Zur begrenzten Kleinauflage erhalten die Erwerber als Zugabe das signierte Buch „Florian Schwarz: A handful of dust“, welches bereits zwei Auszeichnungen bekam, informierte Ulrike Veser.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler