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So lebt es sich (fast) plastikfrei

Agendapreis Plastikfrei
Singens Umweltschutzbeauftragte Christiane Kaluza-Däschle und Wolfgang Himmel erläutern die Regeln und Voraussetzungen zum Agenda-Preis der Stadt Singen. swb-Bild: ly

Auftaktveranstaltung zum Agend-Preis zeigt Wege auf

Singen. Immer drastischer wird die Verschmutzung der Erde durch Plastik. In Deutschland produziert jede Person im Durchschnitt jährlich 220 Kilogramm Verpackungsmüll. Gigantische Müllstrudel in den Ozeanen und Mikroplastik in den Flüssen und Lebensmittel sind das Resultat des Müllwahnsinns.

Szenarien, vor denen wir nicht weiter die Augen verschließen dürfen. Ist da Plastikfasten angesagt? Muss Plastikfrei quasi zum Trend werden? Das meinen zumindest die VeranstalterInnen des diesjährigen Agenda-Preises der Stadt Singen unter dem Motto "Plastikfrei so geht´s, kreativ und gemeinsam."

Mit Unterstützung der Sparkasse Hegau-Bodensee beträgt das Preisgeld 5.000 Euro mit dem zukunftsweisende Projekte ausgezeichnet werden sollen. Einer der Anwärter auf diesen Preis ist der "herzlich unverpackt" Laden, der im Dezember 2019 am Herz-Jesu-Platz seine Pforten öffnen will und damit ermöglichen wird plastikfrei einzukaufen.

Überhaupt war das Interesse an diesem zukunftfähigen Laden groß, wie auch bei Anita Becker und Herbert Dorn aus Bohlingen. "Unser Interesse ist die gelbe Säcke Flut in Singen einzudämmen, da kommt uns natürlich ein Unverpackt-Laden sehr gelegen, so die beiden Bohlinger.

Aus ihrer Praxiserfahrung wie man Plastikfrei im tatsächlichen Leben integrieren kann, gaben Kerstin Mommsen, Journalistin und Susan Rößner - vom Unverpackt Laden »monomeer« aus Konstanz erste Impulse.

Zur Auftaktveranstaltung kamen rund 120 Interessierte die sich ernsthaft der Sache annahmen, denn Moderator Wolfgang Himmel von der Beratungsfirma Translake leitete, an das sich die BesucherInnen in mehrere Gruppen teilen um dann ihren Input zum Thema Plastikmüll zu geben. Heraus kamen diverse Ideen: Pflegeprodukte selbst herstellen, nachhaltiger Kindergarten (Eltern müssen sich an Regeln halten), über das Thema Plastikmüll, coffee to go Becher, Marktbeschicker zum Plastiktütenverzicht aufzurufen, Nachhaltigkeit zu einem Internettrend zu machen oder auch Hausmüll Plastik dann wieder in städtische große Plastiktüten zu geben, dies alles floß als Ideen ein."

Das Thema ist in aller Munde, der Wille zur Veränderung ist da," betonte Christiane Kaluza-Däschle, Singens Umweltschutzbeaufragte.OB Bernd Häusler weiß wie schwierig das Thema ist und begrüßte unter den Gästen auch "Glasfetischist" Clemens Fleischmann dessen Getränkefirma Ottilien-Quelle schon immer konsequent auf Glas setzt.

Die Anregungen und Ideen von dieser Auftaktveranstaltung, damit wird sich die Agenda-Gruppe in den nächsten Monaten auseinandersetzen um dann den Agenda Preis auszuloben. Kein leichtes Unterfangen - denn die Zahlen weltweit sind ernüchternd.Die Auftaktveranstaltung zum Agenda Preis wurde fingerfoodmäßig von der Gastmahlgruppe unterstützt.

 

 

Wochenblatt @: Stefan Mohr


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