- Anzeige -

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Tiefenreute
Die Vorentwursplanung für das Gewerbe- und Wohngebiet Tiefeentreute / Bühl, zeigt auf, wie hier Natur und gewerbliche Nutzung miteinander verflochten werden sollen. swb-Graphik: Bauamt Singen

Wohnen, Arbeiten, Natur und Infrastruktur komprimiert im Gestaltungskonzept »Tiefenreute / Bühl«

Singen. Die Stadt Singen versucht nun die »Quadratur des Kreises« um sich weiter entwickeln zu können. Denn die Hegaumetropole hat aktuell keine Gewerbegrundstücke mehr aus ihrem Bestand zu vergeben, zudem fehlt ein neues Wohngebiet. Das nun im Gemeinderat verabschiedete Gestaltungskonzept »Tiefenreuthe/Bühl« soll Gewerbe und Wohnen verknüpfen – fußläufig.
Die Vordiskussion war lang und intensiv, die Abstimmung im Singener Gemeinderat dann schnell geschehen und sogar einstimmig. Erster Vorläufer war das neue Gewerbeflächenkonzept der Stadt Singen für die Zukunft, welches im Mai verabschiedet werden konnte und sozusagen zeitgleich entwickelt wrude. Es zeigt die Grenzen auf, die in Singen gesteckt sind. Das Konzept macht deutlich, dass auch in Gewerbegebieten stark nachverdichtet werden muss um Wachstum generieren zu können, das greift der neuer Plan nun bereits auf. 

Die Grundstücke, die freilich auch die letzte Lücke an der Georg-Fischer-Straße in Richtung Natur schließen und einen Grünzug darstellen, der möglichst nicht angetastet werden sollte, könnten für einen langen Zeitraum die letzten sein, die der Stadt noch zu Verfügung stehen für eine Expansion. Deshalb soll es den Grünzug, verteilt auf drei Stränge, auch weiterhin in diesem Gewerbegebiet geben, er durchdringe sozusagen die überbauten Flächen. so das nun verabschiedete Konzept. Sogar zwei Waldinseln sollen in das Gebiet noch eingefügt werden.

Erschlossen werden soll das Gebiet über einen geplanten Kreisel an der Georg-Fischer-Straße, der wiederum an die Südtangente über die Bahn zur B34 angebunden ist. Die Straße im Gebiet wird keinen Anschluss an die im Süden geplante Erweiterung des Baugebiets »Bühl« bekommen. Zwar wolle man mit dieser Planung Wohnen und Arbeiten näher zusammenführen, auch in der Form, dass das Wohngebiet an der Verbindung zum Gewerbegebiet bereits Mischgebiet wird, doch es soll nur Verbindungen für Fußgänger wie Radfahrer und den Stadtbus herüber ins Gewerbegebiet geben. Die Umsetzung ist freilich noch Zukunftsmusik: Denn das nun verabschiedete städtebauliche Konzept ist zunächst nur Grundlage für die Ermittlung der Kosten- und Finanzierungsplanung. Und erst danach kann ein Bebauungsplan daraus geschmiedet werden.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler