Große Solaranlage auf Theresienwiese geplant
Fondium will mit Sonnenstrom "Dekarbonisierung" angehen

Die geschichtsträchtige Theresienwiese in Singens Süden soll schon bald zur Sonnenkraftwerk für das Unternehmen Fondium werden. Es war zur Zeit des Dritten Reichs Lager für Zwangsarbeiter gewesen, danach für Kriegsgefangene. Davon zeugt als Denkmal die Theresienkapelle, die auf dem Bild fast im umgebenden Gebüsch  versteckt.
  • Die geschichtsträchtige Theresienwiese in Singens Süden soll schon bald zur Sonnenkraftwerk für das Unternehmen Fondium werden. Es war zur Zeit des Dritten Reichs Lager für Zwangsarbeiter gewesen, danach für Kriegsgefangene. Davon zeugt als Denkmal die Theresienkapelle, die auf dem Bild fast im umgebenden Gebüsch versteckt.
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  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Singen. Das Unternehmen Fondium will mit einer riesigen Solaranlage einen Schritt in Richtung Dekarbonisierung unternehmen, wie in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauen am Mittwoch in Singen bekannt wurde. Dort wurden Pläne für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage des Unternehmens vorgestellt, die alsbald auf der Theresienwiese auf der ganzen Fläche erstellt werden soll. Zusätzlich will das Unternehmen auch noch den angrenzenden Mitarbeiterparkplatz mit Photovoltaik-Panels überdachen, um weiteren Sonnenstrom gewinnen zu können. Die Anlage habe einen Leistungsstand von rund 7,2 Megawatt Peak, wurde in der Sitzung erläutert. Das reiche eigentlich, um rund 1.700 Haushalte rechnerisch mit Strom zu versorgen, bedeute aber nur rund 10 Prozent des Energiebedarfs der Gießerei von Fondium, wurde weiter erläutert. Wie OB Bernd Häusler erklärte, sei das baurechtlich möglich, ohne weitere Genehmigungen durch den Ausschuss. Allerdings habe man mit dem Unternehmen Kontakt aufgenommen, weil eben nach Baurecht das Solarfeld sogar bis drei Meter an das Grundstück der Theresienkapelle heranreichen würde. Man habe sich darauf geeinigt, dass zumindest zehn Meter Abstand zu den Grundstücksgrenzen gehalten würden, um die Gedenkstätte zu schützen. Auf dem Grundstück der Kapelle selbst seien ja auch Veränderungen nötig, um es barrierefrei zugänglich zu machen. Eine einst auf der Theresienwiese befindliche Boccia-Bahn werde schon lange nicht mehr genutzt, wurde auf Anfrage aus dem Gremium gesagt. Auch auf der Theresienwiese befindliche Bäume müssten wohl weichen, was dann durch die Umweltwirkung des Photovoltaikfeldes wohl aufgewogen werde.

Gegenwärtig wird ein Teil der Theresienwiese ohnehin als Abraumhalde genutzt. Das Grundstück gehört noch der Georg Fischer AG, die es an das Folgeunternehmen, der Gießerei Fondium verpachtet hatte.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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