Rot-Weißes Frühstück der AWO
Für alle und ab jetzt mit Motto und Programm
- Hier können Besucher zum gemeinsamen kostenlosen Frühstück zusammenkommen: auf dem Heinrich-Weber-Platz. Die Veranstalter freuen sich auf das Event: von links Gabriele Weschenfelder, Geschäftsführerin Regina Brütsch und Denise Werkmann.
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Singen. Regelmäßig, größer und mit einem Motto: So soll ab jetzt das Rote-Weiße Begegnungsfrühstück des AWO-Kreisverbands Konstanz aussehen. Die Geschäftsführerin des Verbands Regina Brütsch und ihre Mitarbeiterinnen Gabriele Weschenfelder und Denise Werkmann wollen einen Begegnungsplatz mit Programm und der Vorstellung ihrer Hilfsangebote vereinen. Das ist aktuell im Angesicht knapper Kassen sowie Schmähkampagnen gegen Sozialhilfeempfänger wichtig, sagt Brütsch. In diesem Jahr findet das Frühstück am Samstag, 26. Juli unter dem Motto: "Empowerment für Kinder und Jugendliche" statt.
So sieht das neue Begegnungsfrühstück aus
Das Begegnungsfrühstück der AWO wird ab jetzt jedes Jahr stattfinden, sagt Denise Werkmann, die die Veranstaltung organisiert. In diesem Jahr wird es an diesem Tag von 10 bis 13 Uhr auf dem Heinrich-Weber-Platz stattfinden. Ab dann soll es jährlich samstags vor den Sommerferien stattfinden und damit ein fester Bestandteil im Programm des Kreisverbands werden. Das Begegnungsfrühstück ist keine bundesweite Veranstaltung, sondern eine Erfindung des Kreisverbands Konstanz, wie die Geschäftsführerin Brütsch sagt, "vielleicht leisten wir ja sogar Pionierarbeit." Das ist nicht ganz abwegig, da in diesem Jahr auch die Vorsitzende des Präsidiums des Bundesverbandes der AWO kommt, Kathin Sonnenholzer. Im letzten Jahr fand das Frühstück zum ersten Mal überhaupt statt. Laut Denise Werkmann nahmen über 200 Besucher an der Veranstaltung teil.
Der Kreisverband möchte bei der Veranstaltung einen Begegnungsort über Herkunft, Alter, Glauben oder sozialen Stand hinweg anbieten und gleichzeitig mit ihrem Themenschwerpunkt über aktuelle Hilfsangebote aufklären. Zum kostenlosen Frühstück gibt es Butterzopf, Brötchen und Brot mit Marmelade, Butter und unter anderem Honig sowie Getränken. Zum Programm gehört eine Podiumsdiskussion zum Thema "Empowerment für Kinder und Jugendliche" mit unter anderem der Landkreisleiterin des Amtes Kinder, Jugend und Familie, Ariane Kimmel, Kathrin Sonnenholzner oder Mirja Zahirovic, der Leiterin des Vereins Kinderchancen Singen. Darüber hinaus wird es Musik, Kinderschminken, Popcorn, Infostände und eine Spielekiste für Kinder geben.
Schmähkampagnen und knappe Kassen erschweren Hilfsarbeit
Der Kreisverband verfolgt mit dem Programm aber auch ein eigenes wichtiges Anliegen: "In Zeiten knapper Kassen ist uns wichtig, auf unsere Angebote und deren Finanzierung aufmerksam zu machen", sagt die Geschäftsführerin Regina Brütsch. Wie Denise Werkmann betont, unterstützen die Hilfsangebote nicht nur einzelne Individuen, sondern auch die Wirtschaft, indem langfristig Arbeitslosigkeit verhindert und Arbeitskräfte erhalten bleiben. So beispielsweise bei der Arbeitslosenhilfe des AWO-Kreisverbands, aber auch schon viel früher.
Das Programm "Skipsy: Singener Kinder psychisch kranker Eltern" schafft nicht nur seit 16 Jahren ein Bewusstsein für betroffene Kinder und entlastet sie von ihrer Situation, sondern beugt auch dem vor, dass sie selbst erkranken. "Zu Beginn hatten wir eine Gruppe, nun sind es vier", sagt Gabriele Weschenfelder. Wie die AOK in Konstanz dieses Jahr berichtet hat, nehmen psychische Erkrankungen gerade bei Arbeitnehmern seit Jahren konstant zu - bundesweit und auch im Südwesten. Der AWO Kreisverband muss von Jahr zu Jahr mit finanziellen Mitteln vom Land Baden-Württemberg und teilweise von Spendern haushalten. "Das erschwert die Planung für Betroffene und für Klienten und schafft eine Unsicherheit", sagt Geschäftsführerin Regina Brütsch, neben bundesweiten Haushaltskürzungen erschweren auch Schmähkampagnen gegen Sozialhilfeempfänger die Arbeit der AWO.
Autor:Sebastian Ridder aus Konstanz |