»Chuchi Singen« spendet auch ohne Herrenjagdessen an »Menschen helfen«
Gute Tat auch mit leerem Magen

Chuchi Singen
  • Chuchi Singen
  • Foto: Solche Szenen konnte es dieses Jahr leider nicht geben mit einer Spendenübergabe nach dem Herrenjagdessen der »Chuchi Singen«. Es stammt von 2018. Diesmal wurde die Spende »virtuell« von Maitre Dr. Jürgen Becker (mit dem Grünen Band) an Anatol Hennig vom
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Singen. Wie so vieles musste auch das Herrenjagdessen der »Chuchi Singen« des »Club kochender Männer« ausfallen, nicht nur weil der Anlass wegen des Lockdown nicht möglich war, sondern auch weil die dafür genutzten Räume in der Maggi-Kantine aufgrund des Corona-Regimes in dem Werk Außenstehenden nicht zur Verfügung standen.
»Es war für uns ein richtig hartes Jahr«, gesteht der aktuelle Maitre der Kochbrüder, Jürgen Becker. »Einzig ein kleines Sommerfest konnten wir im August auf einem Grillplatz begehen. Unsere regelmäßigen Treffen in der Küche der Maggi-Kantine wurden ab März alle gestrichen, weil nur Werksangehörige noch hineinduften in das Maggi-Werk, das ja auch unter besonderen Bedingungen produziert.«
Weil die kulinarische Runde, bei der sich sonst ein gutes Dutzend von Hobbyköchen um das Wohl der Gäste kümmert auch eine Aktion für einen guten Zweck ist, wollten sich die »Chuchi«-Mitglieder das wenigstens nicht nehmen lassen. »Wir haben deshalb all unsere Sposoren wie auch Gäste, die wir sonst einladen, einfach um eine Spende gebeten«, sagt Dr. Jürgen Becker. Die Resonanz war absolut positiv. »Bei unserer Aktion sind fast 3.000 Euro zusammen gekommen, die wir nun aufrunden. Der Empfänger soll, wie schon traditionell in den Vorjahren der Verein »Menschen helfen« sein, der sich ja um jene kümmert, die durch die Netze unseres Sozialstaats rutschen.«

Erst Spitze des Eisbergs

Die Freude über diese Spende und das Engagement, das dahinter steht, ist beim Verein »Menschen helfen besonders groß. Denn die aktuelle Corona-Krise stellt auch den Verein vor besondere Herausforderungen, sagt Anatol Hennig, vom Vorstandsteam des Vereins. Ein Problem ist, dass es durch die Kontaktbeschränkungen sehr schwer ist, zu von einem Netzwerk gemeldeten Fall vordringen zu können. Hennig vermutet, dass die wahren Folgen der Coronakrise hier auch erst noch aufschlagen werden.
»Menschen helfen« steht vor der Herausforderung, dass die Folgen von Corona aufgrund der verschiedenen Maßnahmen von politischer Seite mit aufschiebender Wirkung erst 2021 richtig sichtbar sein werden und wir dann vielfältig in der Region mit unserer Einzelfallunterstützung gefragt sein werden«, so Hennig. »Darauf bereiten wir uns derzeit vor und deshalb sind wir auch sehr froh über die Spenden, die hier über die »Cucchi« trotz dem aus Coronagründen abgesagten Herrenjagdessen eingegangen sind. »Wir fühlen uns so mehr gewappnet. Dabei werden wir nach wie vor nie mit Bargeld helfen, sondern immer nur mit Rechnungsübernahmen, wenn wir aus unserem Melderkreis, angefragt werden.«

Und: »Sehr froh sind wir, dass die Arbeit bei der Timeoutschool Singen weitergehen kann. Hier haben wir zusätzlich zu unserer generellen Unterstützung 2020 für ein Apfelsaftprojekt die Saftpressung finanziert. Die Timeoutschool ist mittlerweile für die ganze Region zuständig.«

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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