Wirtschaft
Orbitalum erweitert Singener Standort – ein Zeichen über die Stadtgrenzen hinaus
- Mit den Neubauten von Orbitalum wird der Wirtschaftsstandort Singen gestärkt. Zum symbolischen Baustart durften unter anderem Oberbürgermeister Bernd Häusler (zweiter von links), Markus Tamm (dritter von links) und Dominik Kaspar (zweiter von rechts) den Spaten schwingen.
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Singen. Ein Spatenstich eines Unternehmens hat für eine Kommune eine hohe Bedeutung, setzt es doch für die eigene Wirtschaft immer ein wichtiges Zeichen. Das gilt für die jetzigen Zeiten, angesichts der angespannten Lage quer durch die deutsche Wirtschaft hinweg, insbesondere, wie auch beim symbolischen Start eines Bauprojekts von Orbitalum am Montag, 19. Januar, betont wurde.
Auf dem Gelände des Unternehmens, das sich auf die Fertigung von Maschinen zur Herstellung von Rohrleitungssystemen und anderen Komponenten für diverse Industrien spezialisiert hat, werden in den nächsten Monaten eine Lagerhalle und ein Bürogebäude neu gebaut. "Das ist weit mehr als ein symbolischer Akt", sagte Markus Tamm zum Spatenstich, der sowohl bei Orbitalum als auch beim Mutterunternehmen ITW Welding in der Geschäftsführung tätig ist. "Wir vertrauen in ein weiteres, nachhaltiges Wachstum hier am Standort in Singen, trotz Unsicherheiten." Damit setzt das Unternehmen seine Geschichte in der Stadt fort, nach dem Kauf des Geländes im Jahr 2006 von Georg Fischer. Besonders betonte Tamm den Stellenwert von Orbitalum und ITW, wonach die in Singen gefertigten Maschinen unter anderem in der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie sowie in der Herstellung von Halbleitern und Komponenten der Luft- und Raumfahrt eingesetzt würden. Unter den Schweißtechnikfirmen sei die ITW Welding Group mit schätzungsweise 1,75 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr eine der bedeutendsten weltweit.
Singen als "europäischer Standort"
Mit dem Projekt würden Arbeitsplätze vor Ort erhalten, gesichert und weiterentwickelt, so Markus Tamm: "Wir investieren in Struktur, Effizienz und eine moderne Arbeitsumgebung." Im Bereich Lagerkapazität und Büroplätze seien die bestehenden Gebäude an ihrem Limit, der Neubau im Wert eines zweistelligen Millionenbetrags überfällig. Der Standort Singen soll damit seine Bedeutung für Orbitalum erhalten, sowie durch das Lager auch für die ebenfalls zu ITW gehörige Miller Electric und damit die Gruppe als ganzes zentral sein. Man wolle Singen "als europäischen Standort kräftigen", meinte Markus Tamm.
"Ein Spatenstich kommt in der heutigen Zeit nicht mehr so häufig vor", meinte Oberbürgermeister Bernd Häusler. Er betonte den Rückhalt, den Orbitalum seitens der Stadt und des Gemeinderates erfahren habe und auch weiter bekommen werde: "Danke für das Vertrauen zum Standort."
Der Bau wird indes durchgeführt vom Unternehmen Goldbeck, das eine regionale Niederlassung in Engen hat. Dessen Leiter Dominik Kaspar meinte: "Was lange währt, wird endlich gut." Denn während erste Vorbereitungen schon 2022 stattfanden, dauerte es nun circa vier Jahre bis zum Baubeginn. Bis März 2027 sollen die Gebäude stehen. Durch das Weltgeschehen - Stichwort Trump - habe er zwischendurch am Projekt gezweifelt. Kaspar sicherte zu, den Budget- und Terminrahmen einzuhalten. "Das sind wir Ihnen schuldig", meinte er an Markus Tamm gewandt. "Jetzt sind wir dran zu liefern. Das werden wir tun."
Autor:Anja Kurz aus Engen |